Mittwoch, 7. August 2019

Das italienische Fake-Kleid (73. MMM)


Beim MMM zeigt Carola/Nähkatze heute ein Kleid mit Rüsche. Ihr steht das super! Ich bin nicht so der Rüschentyp!
Bei mir gibt es heute eine kleine Modenschau:



Ich hatte mir einen tollen Sommerpulli gestrickt und es fand sich kein Kombiteil im Kleiderschrank, das mir dazu gefiel. Ich denke mit dieser Situation bin ich nicht allein. Ich habe die Stoffabteilung im Kaufhaus durchsucht und fand diesen tollen Stoff. Auf dem Etiket stand: Italienischer Modestoff!

Mir gefiel das italienitsche Design so gut, dass ich die 100% Poly... Zusammensetzung einfach ignoriert habe. Er ist super leicht und fließend. Allerdings nähtechnisch eine echte Nervensäge! Er rutscht, klebt und verzieht sich beim Nähen.

Es sollte ein leichter, luftiger Sommerrock werden. Ganz schlicht und mit Gummiband! Dieser Schnitt wartete schon ein Weile auf seine Umsetzung.

Der Rock besteht nur aus zwei Teilen und wird im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Nach dem Aushängen habe ich mit meiner Overlock den ersten Rollsaum genäht.

Irgendwie habe ich den Stoffverbrauch falsch abgelesen (englische Anleitungen sind nicht so mein Ding) und hatte viel zu viel Stoff gekauft. Das reichte auch noch für ein schlichtes Shirt. Hier schon mal getestet. So entstand mein italienisches Fake-Kleid.





Ich habe dann noch verschieden Kombinationen getestet und sie gefallen mir alle:


Jeans-Bermuda - lässig

weißer Jeansrock, der mal eine Hose war - sommerlich



 Ich habe zum Jeansrock ein Tutorial erstellt, dass findet ihr hier.




Dieser Pullover war der Verursacher des Notstandes im Kleiderschrank.


Details gibt es hier.



Das ist aber mein Favorit! Ein bisschen 20er-Jahre, oder?
Gruß an Frau Küstensocke: "Ich bin ein Segel!"

Trotz der Synthetik-Zusammensetzung tragen sich die Teile toll!

Die Fotos entstanden auf dem Balkon unserer Ferienwohnung an der Ostsee. Wenn man sich eine wenig Mühe gibt, hat man seitlichen Mehrblick (ganz hinten am Horiozont!)

Weitere Selfmadekleidung gibt es hier auf dem MeMadeMittwoch-Blog und bei "Du für Dich am Donnerstag"!
Schön wieder dabei zu sein!
LG Monika







Dienstag, 6. August 2019

Tutorial Jeansrock, der mal eine Hose war



Winter


Sommer 
Einer meiner liebsten Selfmade-Kleidungsstücke der letzten Jahre ist ganz klar mein Jeansrock, der mal eine Hose war. Ich mag einfach die Jeansdetails.

Da immer wieder gefragt wurde, wie der Rock entstanden ist, habe ich eine kleine Fotostory gemacht. Wichtig ist, die Jeans sollte nicht zu alt und abgetragen sein. Dann hat sich die "Po-Beule" zu sehr eingeprägt und der Rock sitzt nicht so gut. Die inneren Beinnähte sind beim Rock deutlich sichtbar und sollten nicht zu abgewetzt sein. Wer diese Details allerdings als Designelement hervorheben möchten, nur zu. Auch sind sehr schmale Jeans schwieriger umzuarbeiten, als gerade geschnittene.

Ich habe hier eine weiße Jeans umgearbeitet, die ich wegen des Bootcuts nicht mehr getragen haben. So ein Modell für den Sommer fehlte noch in meinem Kleiderschrank!





1. Die inneren Beinnähte auftrennen.


2. Die Schrittnaht in der Rundung einige Zentimeter auftrennen, bis die Naht gerade nach ober verläuft

3. Die Hosenbeine kürzen. Darauf achten, das die abgetrennten Teile lang genug für den Keil sind.


4. Die Schrittnaht hinten und vorn übereinander schieben
5. anprobieren
6. überstehenden Stoff abschneiden
7. alles versäubern
8. Bügeln







9. die Keile einpassen und zuschneiden
10. die Keile wieder entfernen und versäubern
11. Alles wieder zusammenfügen und die Nähte doppelt absteppen.

12. ggf. die Form an den Seitennähten korrigieren.
13. Säumen

Fertig!!
Details zum Pullover gibt es hier!

Ich reihe mich damit beim Creadienstag ein!
Schön dabei zu sein!
LG Monika





















Dienstag, 30. Juli 2019

Eine Schürze für Meike

Geburtstagsgeschenke 2019

Teil 2




Meine liebsten Freundinnen habe alle im Sommer Geburtstag. Das kann dann schon mal stressig werden, wenn alle sich etwas selbst Gemachtes wünschen. Manche Wünsche "flutschen" von allein und einige benehmen sich etwas sperrig. 

Meike hatte den Wunsch nach einer Schürze ausgesprochen. Ich wäre nie von allein auf den Gedanken gekommen ihr so etwas zu schenken. So eine Schürze ich doch sehr Klischee behaftet. Aber wenn sich ein Geburtstagskind schon mal etwas Konkretes wünscht, dann tue ich mein Bestes. 

Ich habe vor vielen Jahren schon mal eine Schürze für meine Schwester genäht, allerdings als Gag. Ich habe damals bei Dawanda einen Schnitt gekauft. Dieser erschien mir sehr passend. Leider passt er nur bis Größe 44 und das war hier etwas knapp! So habe ich den Schnitt um einige Zentimeter erweitert und den Rockteil an einem Taillienband in Falten angesetzt.


Der Stoff ist aus dem Kaufhaus. Ich fand ein paar Detail müssten einfach sein. 




1. eine Tasche mit Monogramm.



2. zwei perfekt aufeinander abgestimmte Stoffe.



3. und mit einem Schrägband gesäumt.


Die Mühe hat sich gelohnt. Das Geschenk ist gut angekommen!
Ich zeige das beim Creadienstag.
Schön dabei zu sein!
LG Monika

Dienstag, 23. Juli 2019

Linn - Mein erster Teststrick






Ich wollte nie teststricken oder probenähen. Da macht mit meiner Hilfe jemand kostenlos Werbung. So sehe ich das eigentlich! Aber es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Sandra Sonnenburg, eine liebe Bloggerin, die ich auch aus dem echten Leben kenne, postete einen schönen Pulli und suchte Teststrickerinnen. Ich hatte auch noch passende Wolle im Fundus. Da konnte ich wirklich nicht widerstehen. Ich sehe es allerdings weniger als eine, wie auch immer geartete Geschäftsbeziehung, denn als einen Freundschaftsdienst.

Nur leider passte die Wolle dann doch gar nicht. Der Halsausschnitt war mir zu eng und das Garn für einen Sommerpulli auch zu warm. Ich versuchte es noch einmal mit dickeren Nadeln. Das gefiel mir allerdings auch nicht. Aber beim ersten Teststrick gleich aufgeben, dass geht gar nicht. Also bin ich in der Mittagspause losgespurtet und habe eine Baumwoll/Viskose-Mischung gekauft.

Alle guten Dinge sind drei und es klappte auch hier erst beim 3. Anlauf. Linn wird nahtlos von oben nach unten gestrickt und so konnte ich immer wieder anprobieren und fotografieren.  In der Facebook-Gruppe gab es einen regen Austausch und eine erfolgreiche Fehlersuche.
Die Wolle produzierte ein sehr unruhiges Maschenbild, was sich aber bei der ersten Wäsche glatt zog.

Die Anleitung (gibt es hier) ist für mich leicht verständlich und das Ajourmuster lockert das Design etwas auf. Das Lochmuster wird sowohl als Text als auch als Grafik angeboten.


Der fertige Pulli gefällt mir nun sehr gut und insgesamt sind meine Teststrickerfahrungen sehr positiv.

Die Fotos entstanden wieder mal in meiner Lieblingskulisse, der Ostsee.

Ich würde jederzeit wieder für Sandra eine Ausnahme machen und ein Modell, das mir gefällt, probestricken. Da ich eher flott stricke, war die zeitliche Vorgabe für mich kein Problem.

Ich zeige den Pulli Linn auf der Liebste Maschen Party, auf den Nadeln und Creadienstag

Danke an Sandra für die nette Betreuung!
Es ist schön dabei zu sein.
LG Monika

Dienstag, 16. Juli 2019

Ostseedecke - Die Vollendung




Wir haben eine kleine 1-Zimmer-Ferienwohnung an der Ostsee, Wohn- und Schlafbereich in einem Raum. Ich fand ein schöner Bettüberwurf würde das Ganze aufwerten. Also habe ich eine Maschenprobe gemacht und errechnet, dass ich ca. 40 Knäuel Wolle bräuchte. Der Karton wurde in der Ferienwohnung deponiert und immer wenn Zeit und Lust da war, habe ich ein Knäuel verarbeitet. Den Beginn sieht man hier. So ging es fast ein Jahr!

Als Anleitung diente mir diese Tuch. Der Farbverlauf hat sich beim Häkeln ergeben. Ich hatte kein festes Konzept. Mit NS 4 gehäkelt war das schon echte Geduldsprobe. Ich habe Safran von Drops (ein Baumwollgarn) verwendet.
Schön dabei zu sein!
LG Monika

Mittwoch, 3. Juli 2019

Ein Fest am See (72. MMM)


Heute gibt es das MMM-Sommerspezial!


Wir verreisen dieses Jahr nicht mehr, sondern genießen unsere kleine Ferienwohnung an der Ostsee. Daher kann ich zum Thema Urlaubskoffer nichts beitragen. Allerdings ist Schleswig-Holstein ein tolles Urlaubsland und da kann man den Begriff Urlaub etwas weiter fassen.

Ich kann ein neues Anlasskleid zeigen:

Wir waren zu einer kleinen familiären Silberhochzeitsfeier eingeladen. Die Feier fand in einem Hotel am See statt. Die Küche hat das Hochzeitsessen von 1994 nachgekocht. Ein sehr interessantes Experiment. Ich bin nicht so der große Romantiker und weiß gar nicht mehr, welches Essen zu unserer Hochzeit vor fast 24 Jahren aufgetischt wurde.

Das Hotel liegt direkt am Segeberger See.


Nachmittags gab es zu Begrüßung eine kleine Kaffeerunde. Es war sehr warm und ich trug ein Top, dass ich im September 2018 im Rahmen der Stoffdiät genäht habe.

Der Stoff ist eine leichte Viskose vom Stoffmarkt. Genau richtig bei hohen Temparaturen.

Den Burdaschnitt habe ich schon mal für meine Schwester genäht. Er ist ganz schlicht hat aber Brustabnäher.

Die Ärmel sind mit Schrägstreifen versäubert und der Ausschnitt hat einen Beleg erhalten.








Das abendliche 5-Gänge-Menü war eine schöne Gelegenheit ein neues Kleid auszuführen. Ich mag Bordürenstoffe und spiele gerne mit dem Musterverlauf. Hier hat mich das Design dazu verleitet einen Stoff zu vernähen, der kein Elastan enthält. Kein gute Idee! Auch das Design erinnert mich jetzt etwas an Kittelschürze.

Mit Butterick-Schnittmustern hatte ich nicht viel Erfahrung. Ich hätte nachmessen und den Schnitt anpassen müssen. Jetzt ist das Kleid an der Hüfte etwas knapp. Die Oberweite ist jedoch ausreichend. Ich habe meist das umgekehrte Problem.

Die Weite am oberen Rücken wird zwar für die Bewegungsfreiheit gebraucht, beult aber auch etwas. Ein bisschen Elastan hätte der Bequemlichkeit gut getan. Den Reißverschluss hätte ich mir dann sparen können. Allerdings müsste ich bei einem elastische Stoff sehr viel anpassen.

Was mit gut gefällt ist der 3/4 Ärmel. Das Stoffdesign kommt da besonders gut zur Geltung.

Ich bin mit nicht sicher, ob ich den Schnitt noch mal verwenden werde.


Die anderen MMM-Teilnehmerinnen sind vielleicht etwas glücklicher mit ihren Nähergebnissen. Sie sind hier zu bewundern.
Schön wieder dabei zu sein!
LG Monika