Freitag, 10. März 2017

Stoffdiät 2. Treffen

Frau Küstensocke lädt heute zum 2. Treffen der Stoffdiät ein. Ihr Umsetzung ist wie immer sehr konsequent. Sie hat aber auch größere Mengen zu bewältigen.
Ich kam mir beim Lesen der Kommentare vom letzten Treffen ein wenig vor, wie in einer WW-Gruppe. Ich habe selbst zwar noch nie ein WW-Treffen besucht, kenne aber Berichte von Freundinnen. Man spricht sich Mut zu und motiviert einander. Wunderbar!
Viele waren der Meinung, dass mein Stofffundus doch gar nicht so groß wäre. Vielleicht habt ihr sogar recht! Leider habe ich noch die gleiche Menge an Wollvorräten und meine Nähecke ist nicht geräumig. Dazu kommen noch zwei Kisten mit Schnittmustern und zwei Bürocontainer mit Zubehör. Ergänzt wird das ganze durch eine Fotoausrüstung, mit Stativ, Objektive usw.
In einer Beziehung war die Diät schon mal sehr erfolgreich. Ich habe alle Stoffreste neu sortiert und auch einiges entsorgt. Es sieht schon viel besser aus!

Für Sandra
Sandra (Neues von der Sonnenburg) hat mir angeboten, mir einige Reste abzunehmen, da sie ehrenamtlich für Kinder und Erwachsenen im Krankenhaus näht. Da habe ich gleich ein kleines Päckchen gepackt und war sehr überrascht, das waren über 900 Gramm.



Mein Versuch Taschen zu nähen ist, wie befürchtet, schon am Start eingeschlafen. Ich habe eine Tasche genäht. Ich habe darin keine Übung und bin mit dem Innenleben auch nicht wirklich zufrieden aber sie sieht schön aus! Für meinen Resteabbau muss ich aber leider sagen: "Es schafft nichts weg!"
Zuschnitt-Tetris
Mein kleines misslungenes Sommerblüschen im Rahmen des Blusen-SewAlong hatte ich aus dem Rest meines Weihnachtskleides 2015 genäht. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft alle Schnittteile auf dem kleinen Reststück unterzubringen. Leider hatte ich aber keine Reste, um das Blüschen doch noch zu retten. Ich habe sowohl die halbfertige Bluse als auch das Schnittmuster entsorgt. Da war ich dann froh keinen Stoff gekauft zu haben.


FrauLiese in Leo
Außerdem habe ich ein FrauLiese-Shirt aus einem Leo-Stoff und ein Probemodell eines Knotenshirts von Burda aus dem Fundus genäht.
 

Da ich mich auch von kleinen hübschen Resten, die man eigentlich zu nichts gebrauchen kann, nur schwer trennen kann, habe ich mich im TaTüTa-Nähen versucht. Es gibt div. Anleitung im Netzt, so dass ich mir kein eigenes Schnittmuster basteln musste. Ich hatte sie als kleine Mitbringsel oder Geschenke gedacht. Mir kamen dann aber doch Zweifel, ob die Teile nicht doch zu spießig und altbacken sind! Also schickte ich meine Freundin eine Foto und fragte nach ihrer Meinung. Ihre Antwort war: "Ich hätte gerne eine!!!" Also werde ich diese kleinen Teile in mein Repertoire aufnehmen.  Gut war auch die Reaktion meiner Schwester auf das TaTüTa aus ihrem Lieblingsstoff. So etwas bräuchte sie nicht, aber eine neue Handyhülle wäre gut. Gesagt - getan!


Das Motto dieses Treffens ist:
März: Update Stoffdiät - Was tun mit ungeliebten Stoffen? Wer tauscht mit mir?

Die meisten meiner ungeliebten Stoffe habe ich letztes Jahr bei EBAY verkauft. Allerdings habe ich beim Aufräumen noch zwei längst vergessenen Stoffe wiederentdeckt. Ich habe hier einen Flohmarkt eingerichtet und neben den Stoffen auch noch Schnittmuster und jede Menge Deko aus der Zeit eingestellt, als ich noch orientalische Kostüme genäht habe. Ich bin auch bereit zu tauschen. Ich mag bunte Stoffe und auch gerne afrikanischen Waxprint. Ob das für die Stoffdiät hilfreich ist weiß ich nicht!!

Nun meine Geständnis: Ich habe/musste Stoff kaufen!

1. In meinem örtlichen Stoffgeschäft wird ein Nähworkshop für den Sweat-Blazer Lady Grace angeboten und der stand schon länger auf meinem Wunschzettel. Die Kurse sind preiswert, haben jedoch die Auflage, dass man die Stoffe im Geschäft kaufen muss. Also habe ich 1,60 eines sehr schönen Sweatstoffes im Salz und Pfeffer Design gekauft. Ich hätte aber auch nichts passendes in meinem Fundus gehabt.
2. Ich möchte das Kleid Liva von RosaP. nähen. Sie bietet ein Sew-Along an. Dieses Kleid ist untailliert und daher wollte ich einen schönen fließenden Jersey verwenden, damit es nicht so aufträgt. Also musste auch hier ein neuer Stoff her.
3. Die Verkäuferin im Kaufhaus kennt mich schon viele Jahre und leider auch meinen Geschmack. Als ich nun Vlieseline für meine Liva kaufen wollte, zeigte sie mir einen gerade erst reduzierten Rest. Ein schöner Stricksstoff und super geeignet für eine kurze ZsaZsa-Jacke. Ich konnte einfach nicht nein sagen.
Die Liva ist zwischenzeitlich fast fertig und wartet nur noch auf die Handsäume und der Blazer-Nähkurs findet erst im April statt.

Trotz meiner schwachen Momente habe ich mein Lager etwas abgebaut, denn ich schließe meine Bilanz mit einem Stoffreduzierung von 80 cm ab! Nicht mitgerechnet habe ich meine Vicky und die TaTüTas. Der Verbrauch war einfach zu gering.

Ich bin sicher die anderen Teilnehmer der Stoffdiät, die ihr hier findet, waren erfolgreicher!
Danke an Antje für die Organisation!
LG Monika









Kommentare:

  1. Ja, den Erfahrung habe ich auch gemacht, mit so kleinen Täschchen kann man dem Stoffberg nur schwerlich zu Leibe rücken. einkaufsbeutel sind da deutlich dankbarer, schnell genäht und bis zu 1,80 m Stoff lässt sich damit verbrauchen ;-) du hast ja in den letzten Wochen viel strickt, da kann man halt nicht gleichzeitig nähen. Ich drücke die Daumen, dass es Stoff-Diät-mäßig in den kommenden Wochen besser läuft. Das neue Kleid aus neuem Stoff bringt vielleicht auch viele neue Ideen. So war es jetzt bei mir, habe ein neues Kleid aus neuem Stoff und will gleich nochmehr davon nähen ;-) LG Kuestensocke

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  2. Liebe Monika,
    das Jahr ist noch lang. Und allein das Drübernachdenken verschafft uns hoffentlich ein etwas gemäßigtes Konsumverhalten! Du hast Recht: mit Täschchen geht wenig Stoff weg, aber auch Kleinvieh macht Mist.
    LG
    Valomea

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  3. Ja, so nett sie als Geschenke sind, mit kleinen Täschlein müsste man in Serie gehen, damit es was bringt beim Stoffabbau... Einmal habe ich 10 kleine Kosmetiktaschen genäht als Dankeschön für ein Praxisteam, die mich während einer schweren Erkrankung betreut haben. Aber so richtig meins ist das Taschennähen auch nicht geworden, da kann ich Dich verstehen. Interessant finde ich Deine Feststellung, dass Du Dir ungeliebte Stoffe bei Ebay "eingefangen" hast. Ich bin nämlich auch hin und wieder versucht gewesen, da was zu kaufen und habe mich dann doch nicht getraut in der Annahme, dass es doch Fehlkäufe werden könnten. Vielleicht ist es das - nur noch wirklich projektbezogen kaufen, wie für Dein Liva-Kleid und nicht mehr von günstigen Angeboten hinreißen lassen. Liebe Grüße von Ina

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    1. Liebe Ina, ich habe bei EBay Stoffe verkauft!

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    2. Sorry, da habe ich mich verlesen. Aber bei Ebay Stoffe einzustellen, ist auch eine gute Idee. Bringt wahrscheinlich nicht allzuviel, aber sie belasten einen nicht mehr und jemand anderes kann was Sinnvolles damit anfangen. LG

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  4. Ich finde Stoffe gezielt für bestimmte Projekte zu kaufen, die dann auch zeitnah umgesetzt werden gar nicht so tragisch. Viel schlimmer sind (zumindest bei mir) die ach-der-Stoff-ist-so-toll-da-fällt-mir-bestimmt-was-zu-ein Käufe. Immerhin hast du insgesamt trotzdem ein Minus zu verzeichnen, also: Glückwunsch!
    LG Petra

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  5. Für den Workshop einen Stoff zu kaufen und dann sofort zu vernähen finde ich gar nicht so schlimm. Ach, das wird schon! LG Angela

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  6. Allein, dass wir uns mit unseren Vorräten auseinandersetzen ist doch schon mal eine gute Sache, besonders, wenn es dazu führt, dass wir uns von wirklich ungeliebtem trennen. Meine BW-REstekiste habe ich bewusst nicht in die Bilanz mit aufgenommen, da ich diese Reste tatsächlich für Taschen oder eben für die Wohltätigkeitsprojekte aufgespart habe. Den Bestand zu ermitteln und dann auch noch zu vernähen und darüber Bilanz zu führen geht mir einfach zu weit. Deine Reste sind dankbar angenommen worden, daraus werden u. a. Herzkissen für Brustkrebspatientinnen entstehen. Vielen Dank nochmal dafür! Und weiter viel Erfolg. Wir schaffen das hier in der WW-Gruppe :)
    LG
    Sandra

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