Mittwoch, 8. Juni 2016

Ein Kleid aus Edelsteinen (22. MMM)

Beim MMM zeigt uns Lucy ihre Prada inspirierte Kombi. Den Rock finde ich wirklich chic! Den Prada-Sewalong habe ich ausgelassen. Für solche Designer orientierten Nähtreffs fehlt mir die Kreativität und Phantasie. Ich kann mir nicht vorstellen aus den Laufstegmodellen etwas für mich tragbares abzuleiten. Lucy hat dieses Problem wunderbar gelöst.
Ich war vor kurzem im Theater und nutzte die Gelegenheit für ein paar Fotos von

dem Kleid, das mich wahnsinnig machte!

Im Eingangsfoyer des städtischen Theaters

Den Stoff habe ich letztes Jahr in Kassel gekauft. Es war ein reduzierter Rest. Ich wollte eine schlichten Schnitt ohne Teilungsnähte. Also entschied ich mir für ein Etuikleid aus "Simplicity - Meine Nähmode". Der Schnitt geht nur bis Größe 42 und ich brauche lt Maßtabelle eine 44. Da der Stoff aber etwas elastisch ist habe ich nur ca. eine halbe Größe dazugeben.
Das Kleid war eigentlich für meinen runden Geburtstag dieses Jahr eingeplant aber es hat sich mit allen Mitteln dagegen gewehrt.
1. Nachdem alles mit Riesenstichen zusammen getackert wurde kam die Anprobe. Von Vorne sah es gut aus, aber von Hinten zeigte sich eine echte Katastrophe, die ich so noch nicht gesehen hatte. Eine riesen Beule am oberen Rücken. Da war unglaublich viel Stoff über! Ich zog das Kleid an den Schulternähten hoch und ,oh Wunder, die Beule war fast weg. Das Rückenteil war tatsächlich 2,5 cm zu lang. Den Rest korrigierte ich über die Rückennaht.
2. Leider habe dadurch so viel verändert, dass die Ärmel nicht mehr in das Kleid passten. Es stellte sich heraus, dass auch im Vorderteil oben zuviel Stoff war.

An dieser Stelle hatte sich das Geburtstagskleid erledigt. Ich war entnervt und auch in extremer Zeitnot und mein Kleid landete in der Ufo-Ecke!
Nachdem ich mich diversen anderen Projekten gewidmet hatte, nahm ich mir das Kleid wieder vor. Ich entschied mich, es ärmellos fertig zu stellen. Jetzt musste nur noch die Beule vor dem Armausschnitt weg! Ich vergrößerte und verlegte die Abnäher und nahm zusätzlich noch über die Seitennaht Weite aus dem Vorderteil.
...kombiniert mit einem dunkelblauen Blazer
Resümee: Der Schnitt landet in der Tonne! Die Menge der Änderungen war unglaublich. Wer nun meint, warum hast du es nicht gleich eine Nummer kleiner zugeschnitten? Es passt ohne Änderung perfekt an Hüfte und Po!

Schön wieder dabei zu sein!
LG Monika











Kommentare:

  1. Au Backe , was für ein Ärger! Ich hätte das Kleid wohl nicht fertig gestellt, aber es wäre um den Stoff jammerschade gewesen. Mit den Schnitten von Simplicity habe ich auch immer nur Ärger, mehr noch als mit Burda, das ist echt total blöd! Umso besser, dass du nach all dem Stress noch so ein schönes Kleid gezaubert hast - Hut ab für dein Durchhaltevermögen!
    LG
    Sandra

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  2. Wie ärgerlich! Zumal ja auch sämtliche Musteranpassungen bei den vielen Änderungen für die Katz sind. Aber Du hast es gut gerettet - wäre auch zu schade um den schönen Stoff gewesen.
    Liebe Grüße,
    Sandra

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  3. Puh, ich hätte da wohl auch aufgegeben und das Kleid ganz abgeschrieben. Respekt, dass du es doch noch fertiggestellt hast! das Ergebnis sieht auf jeden Fall gelungen aus und steht dir, gut, dass du nicht aufgegeben hast! lg, Brigitte

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  4. Was für ein toller SToff, da bin ich ganz hingerissen. Wie schön, dass Du das Projekt beendet hast, das fertige Kleid ist einfach wunderbar. Ja manche Schnitte sind einfach nicht gut, aber eine versierte Näherin wie Du findet eine tolle Lösung. LG Kuestensocke

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  5. Der Stoff ist sehr außergewöhlich umd sehr schön. Das Kleid sieht jetzt ganz toll aus. Zum Glück konntest Du es noch retten. Ja, ich erinnere mich, daß ich bei Simplicity-Schniiten auch schon öfter Ärger mit den Oberteilen hatte. Meistens ist irgendwo was zu weit... LG Angela

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  6. Das Kleid ist toll geworden, Super Stoff und mit deinen Anpassungen sitzt und steht es Dir sehr gut. Da hat sich die Mühe gelohnt!

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  7. Oh je, das klingt anstrengend, aber auf den Fotos sieht man davon nichts. Es steht Dir gut!

    Viele Grüße von
    Helga

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